Gefahr Smartphone-Viren: Wie kann man sich schützen?

Moderne Smartphones bieten mittlerweile fast alle Funktionen und Vorteile eines ausgewachsenen PCs. Damit einher geht jedoch auch die Anfälligkeit komplexer Betriebssysteme für Viren und andere Schadprogramme.

Mangelndes Gefahrenbewusstsein

Die Erkenntnis, dass auch Handys von Viren betroffen sein können, setzt sich allerdings nur langsam durch. Da via Smartphone jedoch auch sensible Vorgänge wie Onlinebanking durchgeführt werden können, ist ein Befall durch Viren, die diese Daten möglicherweise ausspähen könnten, eine sehr ernste Bedrohung. Manche Viren versenden eigenmächtig Textnachrichten an teure Sondernummern. So wurden zum Beispiel in China in diesem Jahr Millionen Handys von einem Virus attackiert, der auf diese Weise in einigen Fällen Schäden von mehreren Tausend Euro verursachte. Oft installieren unwissende Benutzer die Schadprogramme selbst, indem sie ein vermeintlich nützliches Programm herunterladen oder eine aus unbekannter Quelle stammende MMS öffnen.

Mögliche Schutzmaßnahmen

Ebenso wie Computer können aber auch Handys geschützt werden. Mehrere Hersteller von Antivirensoftware bieten ihre Produkte inzwischen auch für das Smartphone an. Da vor allem Handys betroffen sind, die unter den Betriebssystemen Symbian und Android laufen, werden die meisten Antivirenprogramme speziell für diese Systeme entwickelt. Dabei wird allerdings eine Internetverbindung zwingend vorausgesetzt, damit das Programm die Möglichkeit hat, jederzeit wichtige Updates herunterzuladen. Aus diesem Grund empfiehlt sich der Einsatz einer Datenflatrate.

Eine Antivirensoftware ist die umfassendste Art, sich vor Viren auf dem Smartphone zu schützen. Benutzer können jedoch auch andere Maßnahmen ergreifen, um ihre Sicherheit zu erhöhen. So sollte das Betriebssystem des Handys immer auf dem neuesten Stand gehalten werden, da die Hersteller auf diese Weise Sicherheitsprobleme beheben. Viele Handys verfügen über eine Bluetooth- und über eine Infrarotverbindung. Da auch über diese Schadprogramme übertragen werden können, sollte diese nach Benutzung stets deaktiviert werden. Zudem sollte die Pinnummer des Handy beim ersten Benutzen unbedingt geändert werden.

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